Hintergründe

Geschichte des Lachyogas
Lachyoga wurde 1995 von dem indischen Arzt Madan Kataria entwickelt, dessen Frau Madhuri Yoga-Lehrerin ist. Kataria traf sich mit Freunden gemeinsam in einem Park. Sie erzählten sich Witze und lachten viel, merkten aber auch, dass die Witze sich wiederholten und in der Regel gegen bestimmte Personen oder Personengruppen richteten. Um diese Nachteile auszugleichen, entwickelte Kataria die Lachübungen, die nicht an Texte und Inhalte gebunden sind. Mit dem „Lachen ohne Grund“ machte Kataria ein Prinzip bekannt, dass das Lachen von dem Witz löst. Das Lachen wurde selbst zum „Witz“ und somit zum Auslöser des Lachens. Weil das durchgehende Lachen physisch und geistig anstrengt, nahm Kataria Atemübungen aus dem Yoga hinzu, die den „Lachyogi“ zur inneren Ruhe führen. Heute gibt es weltweit tausende Lachyogagruppen, die man nach einer Ausbildung zum Lachyogaleiter selbst gründen kann. Kataria möchte mit dem Lachyoga Menschen verbinden – unabhängig von ihrer Herkunft, Hautfarbe oder Sprache. Lachyoga leistet somit einen wichtigen Beitrag für den Weltfrieden, unter anderem weil wir weniger über einander sondern vielmehr miteinander lachen. Katarias aktuelles Projekt ist die Gründung einer Lachyoga-Universität, die nach und nach auf der ganzen Welt enstehen soll. Details hierzu können auf seiner Homepage nachgelesen werden.

Wie eine Lachyoga-Session aufgebaut ist:
Schritt 1
Die Lachyoga-Sessions beginnen mit leichten Aufwärmübungen, die dafür geeignet sind unseren Körper zu bewegen und unser inneres Kind „aufzuwecken“. Wir klatschen im Rythmus ho-ho-ha-ha-ha, um die Akkupunkturpunkte zu stimulieren, damit Energie in unseren Körper fliesst. Wir behalten Blickkontakt zu den anderen Teilnehmern.

Schritt 2
Es folgen leichte Atemübungen, die die Lungen für das Lachen vorbereiten.

Schritt 3
Lachübungen: Die Lachübungen kombinieren Visualierungstechniken mit Heiterkeit. Wir stellen uns Situationen und Gegenstände vor und beginnen darüber zu lachen. Die soziale Dynamik führt zu langem, grundlosem und echtem Lachen (Stichwort Spiegelneuronen). Zwischendurch gibt es Atemübungen zum Entspannen.

Schritt 4
Die Lachmeditation: Die Teilnehmer liegen oder sitzen auf dem Boden. Ohne weitere Anleitung lassen wir das Lachen von innen heraus aufsteigen. Im Gegensatz zu den Lachübungen starten wir nicht mit „künstlichem Lachen“ sondern lauschen auf die Impulse zu „echtem Lachen“. Das Lachen der anderen gehört zu diesen Impulsen und führt meistens zu dem sogenannten Lachflash, der uns am stärksten mit unserer inneren Heiterkeit und Lebensfreude verbindet.

Schritt 5
Die Session endet mit klassischen Atemübungen aus dem Yoga (Pranayamas), die dafür geeignet sind, mehr Sauerstoff aufzunehmen sowie die Psyche zu stabilisieren und zu entspannen.

Über das Atmen
Die Atemübungen haben eine 4000 Jahre alte Geschichte. Sie beeinflussen den Körper, den Geist und die Emotionen. Gemäß der Yoga-Philosophie sind wir lebendig, weil wir die kosmische Energie “Prana” durch das Einatmen aufnehmen. Der Kern unserer Existenz ist das Atmen. Wegen Stress und negativer Emotionen atmen viele von uns sehr seicht und unregelmäßig, was den Prana-Fluss in unserem Körper mindert. 75% der Luft in unseren Lungen wird nicht erneuert, weil wir nicht korrekt atmen. Aus medizinischem Standpunkt ist der Sauerstoff die wichtigste Substanz beim Atmen. Dr. Otto Warburg, der einen Nobelpreis in Medizin gewonnen hat, sagte: “Die Techniken für tiefes Atmen erhöhen den Sauerstoffgehalt in unseren Zellen und sind der wichtigste Faktor für ein energievolles Leben ohne Krankheiten. Wenn die Zellen genug Sauerstoff kriegen, verringert sich drastisch die Wahrscheinlichkeit, Krebs zu entstehen”. Das Geheimnis von dem tiefen Einatmen ist das lange Ausatmen. Auf diese Art und Weise atmen wir den Rest der CO2-gesättigten Luft aus. Im Yoga lernt man Techniken, die Bauchmuskel zu kontrahieren, um länger auszuatmen. Das Lachen gehört zu den leichtesten Übungen, um vollständig  auszuatmen und anschließend mehr Sauerstoff (Prana-Energie) einzuatmen.

Das Lachen
„Lachen ist die Beste Medizin“ sagt der Volksmund. Hinweise aus der Wissenschaft bestätigen das:

  • Kinder Lachen im Durchschnitt 400 mal pro Tag, Erwachsene nur 15 mal.
  • Es werden Serotonin und Endorphine freigesetzt („Glückscocktail“).
  • Stresshormone (Kortisol) verringern sich.
  • Massage für die Innenorgane: 80 Muskel werden entspannt.
  • Kardiotraining: 1 Minute Lachen entsprechen 10 Minuten Fitness.
  • Lachen verringert den Blutdruck.
  • Der Luftaustausch erhöht sich 3-4 mal, da wir mit 100 km pro Stunde Lachen.
  • Die Verdauung verbessert sich; es mehr Kalorien werden verbrannt.
  • Wirkt gegen Stress und Anspannung.
  • Der Blutzuckerspiegel verringert sich.
  • Lachen hilft bei Depression und Ängsten.
  • Verbessert Gedächnis, Konzentration und Lernfähigkeit.
  • Stärkt das Immunsystem.

Psychologische und spirituelle Aspekte des Lachens
Mit Lachyoga erleben wir eine sehr hilfreiche Erkenntnis: Wir entscheiden selbst, mit welchen Gefühlen und Stimmungen wir auf die Situationen im Außen reagieren. Alle unangenehmen Situationen wie Geldmangel, Beziehungsstress, Krankheiten oder sonstige Probleme sind deshalb unangenehm, weil wir mit Unbehagen darauf reagieren. Beim Lachyoga lachen wir testweise über unsere Probleme und erleben, dass auch das möglich ist. Verliebte (also glückliche) Menschen sind ein schönes Beispiel dafür, wie die sogenannten Probleme gar nicht als solche wahrgenommen werden oder mit viel mehr Gelassenheit bewältigt werden. Lachyoga bewirkt, dass wir die Welt anders wahrnehmen. Wir gewinnen mehr Selbstvertrauen und stärken unsere Lebensfreude, mit der wir unsere Freunde und Bekannte anstecken.
Wenn wir glückliche Menschen beobachten, machen wir noch eine interessante Entdeckung: sie scheinen das Glück förmlich anzuziehen. Glückliche Menschen erleben viel mehr Situationen, die sie glücklich machen, als unglückliche Menschen. Letztere scheinen als „Peschvögel“ immer wieder negative Erlebnisse anzuziehen. Hinter diesem Phänomen steckt das Gesetz der Anziehung: Durch innere Freude erleben wir Sitautionen, die uns Freude bereiten. Durch Angst erleben wir mehr Situationen die uns Angst machen. Zeitlich gesehen folgen also die Situationen den emotionalen Stimmungen, die wir zuvor ausgesendet haben.
Mit Lachyoga können wir also nicht nur unsere Sichtweise auf die Außenwelt verändern, sondern auch die Situationen, die wir erleben. Mehr dazu kann in den Büchern von Esther und Jerry Hicks nachgelesen werden (Buchreihe „The Law of Atttraction“ / Das Gesetz der Anziehung).

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